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Helfenberg (Bezirk Rohrbach)

Waldkapelle “Maria Rast” mit Wannenstein, Einsiedel- oder Reitstein, Steinkreise
und Heiliger Quelle

Waldkapelle Maria Rast in Helfenberg
mit dem Kultstein in ihrem Inneren

Der Weg vom Parkplatz 
zur Waldkapelle Maria Rast

Maria Rast präsentiert sich uns als ein außergewöhnlicher Stein- und Quellkultplatz mit deutlich erkennbaren weiblichen Zügen einer Landschaftsahnin.

Schon der kurze Weg durch einen lichten Wald lässt uns die Mystik eines ungewöhnlichen und kraftvollen Ortes erahnen.

Das gesamte Kultareal ist in nur in wenigen Minuten zu erwandern und besticht durch seine Stille und Ursprünglichkeit.

Beim Erforschen des sanften und verträumten Hügelgebietes enstehen vor dem geistigen Auge schnell Bilder einer längst vergessenen Zeit mit ihren Kulten und Mythen.


Der Wannenstein in der Waldkapelle Maria Rast:
Skizze an der Schautafel in Maria Rast 
zum Kultstein in der Waldkapelle

der Wannenstein - 
ein Gebärstein

Im Anbau der Kirche befindet sich vermutlich das Kultzentrum dieses Gebietes - der Wannenstein, ein Becken- und Schalenstein dessen Spuren - der Legende nach - von der “heiligen Familie” dort hinterlassen wurden (daher der Name “Maria Rast”).

In der Form der größten Wanne erkennt man die Umrisse einer Schwangeren.

Der Wannenstein erweist sich als Gebärstein, in dem die Geburt als ein göttlicher Akt im Einklang mit der Landschaftsgöttin erfahren wurde.


ein christlicher Opferstock im vorchristlichen Kultstein

Der Einsiedlerstein oder auch Reitstein:


Der Einsiedelstein oder Reitstein liegt auf dem Weg von der Kirche zum Heiligen Wasser und ist ein fruchtbarkeitsfördernder Beckenstein (Kindlistein), der im 18. Jahrhundert von den dortigen Einsiedlern in ihre Klause integriert wurde. Bei diesem “Gebärstein” sollen sich Frauen ihre Kinder - also die Ahnenseelen - geholt und damit auch dort geboren haben. Die Landschaftsahnin wurde hier - wie so oft - mit Maria “christianisiert”.
Rast am Reitstein

Die Steinkreise bei Maria Rast:
Skizze über Steinkreise
an der Schautafel bei der Waldkapelle Maria Rast





Unmittelbar neben dem Einsiedlerstein finden wir eigenartige Granitblöcke, die hier offenbar zu einem Steinkreis gruppiert, aber irgendwann deplaziert und umgeworfen wurden.

Der Einsiedlerstein mag vielleicht im Zentrum dieses Steinkreises gelegen haben.

Auf dem Hinweisschild vor der Kirche erkennt man die skizzierte kreisförmige Formation gut, zugleich wird auf insgesamt 3 potentielle Steinkreise hingewiesen, die aber bisher archäologisch noch nicht untersucht wurden.

 



Beschreibung an der Schautafel in Maria Rast

Reste eines Steinkreises bei Waldkapelle Maria Rast

Die heilige Quelle in Maria Rast:


Von der Kirche hinunter zu den Steinkreisrelikten und zum Einsiedlerstein führt der ausgeschilderte Weg weiter zum “Heiligen Wasser”.

Das Wasser entspringt heute aus dem Schoss einer Marienfigur in einem hölzernen Quellenhäuschen.

Wie bei vielen heiligen und wirkvollen Quellen bekannt, wurden sie zu “Augenbründl” deklassiert und banalisiert - und damit im christlichen Sinne legitimiert.
So auch hier bei Maria Rast, wo sicherlich die Aspekte der Fruchtbarkeit, der Empfängnis und der Wiedergeburt die eigentlichen Kulte beschrieben.



Am Eingang zum Quellhaus der


Beim Wasserschöpfen an der heiligen Quelle in Maria Rast


Wegbeschreibung: Von Haslach an der Mühl kommend durch den Ort Helfenberg durchfahren -> ca. 1,5 km nach Ortsende links in eine Seitenstraße fahren (Beschilderung!) -> auf dieser Straße bleiben bis sie bei einem Gemeindehaus mit Kindergarten ankommen. Hier befindet sich ein Parkplatz und der Beginn des Weges zur Waldkapelle. Der Schlüssel für die Waldkapelle Maria Rast ist vom Bauern neben dem Parkplatz oder auch der Messnerin erhältlich.