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Gollenstein von Blieskastel
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Hier ragt im Saarland mit knapp 7 Metern einer der grössten Menhire Mitteleuropas in den Himmel. Sein Name ist vom lateinischen
"golus" (Spindel) abzuleiten und wurde ihm von den beeindruckten Römern gegeben. Mit diesen Maßen muss er einfach die Kräfte und Energien der Umgebung bündeln und zentrieren. Sei es seine
besondere Grösse oder die wunderschöne Umgebung, in jedem Falle strahlt dieser Stein eine unbestreitbare Anziehungskraft aus.
Da hat der Gollenstein
Jahrtausende gesehen, aber die letzten Jahrhunderte haben ihm arg zu schaffen gemacht. Wir finden hier wieder ein typisches, trauriges Beispiel
für die Entweihung eines solchen Ortes durch die Christen, die, um seiner Macht Herr zu werden, eine Nische für ein Marienbild einschlugen. 1939 legte die deutsche Wehrmacht den Menhir um,
damit dieser der französischen Artillerie nicht als Richtpunkt dienen konnte. Der weiche Sandstein zerbrach in vier Teile, wurde aber 12
Jahre später wieder von den Ansässigen zusammengekittet. Beim genaueren Hinsehen muss man leider auch viele eingeritzte oder gemalte Botschaften achtloser Besucher
entdecken, die wohl aber nicht für die grösseren unerklärlichen Rinnen verantwortlich sind, die von der Spitze des zigarrenförmigen Steins abwärtslaufen.
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Wir danken recht herzlich dem Urheber des Textes und der Bilder Andreas Erlenkötter!
Zu finden unter: http://www.dasvermaechtnis.de/blieskastel.html
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